Red Sprites (Rote Kobolde) 

Fotografiert am 06.Juni 2019 in Maisach / Fürstenfeldbruck

Th.Boeckel 



Kamera Position: Fürstenfeldbruck / Germany

Red Sprites über Region Karlsruhe-Luxemburg, Entfernung  200-450 km

Red Sprites 2107 by Th Boeckel

  

Sony a 6300, 4k, Sigma f1.4, 35mm, Iso 3200, exp 1/5 sec

Red Sprites 2107 by Th Boeckel

Komposit von 45 min. Sony 6300, 3200 ASA,f1.4,vid 1/5 sec.

Dieser breite Streifen von mächtigen Gewitterzellen reichte von Karlsruhe bis Nord - Holland und generierte eine große Anzahl von Red Sprites.

Die meisten Red Sprites auch deutschsprachig als Rote Kobolde bezeichnet zentrierten sich im Raum Karlsruhe bis Luxemburg.

Die Kamera registrierte 18 Red Sprites in 1,5 Stunden. Hier waren auch die 'Blitzknäuel' am größten :-) .

Siehe auch SAT 24 Blitzdetektion unten

Red Sprites 2107 by Th Boeckel

Wetter Situation am 06.06.2019 um 21:10 UTC

Bildquelle Sat24, Mit freundlicher Genehmigung von Sat 24


Über Red Sprites (Rote Kobolde)

Die Erscheinung eines Red Sprites dauert weniger als 2/100 Sekunden, kann aber allerdings sehr hell sein und mit bloßem Auge gesichtet werden. Die Helligkeit bleibt jedoch um ein Vielfaches unter einer Blitzentladung. Zu deutsch 'Rote Kobolde' erscheinen durchschnittlich in einer Höhe von 60-80 km in der Mesosphäre. Auch Sichtungen bis zu einer Höhe von 90 km zum Rande der Ionosphäre sind möglich. Die Höhe des Sprites kann von 10 km bis zu 20 km variieren. Die Breite der Entladungen kann bis zu 40 km erreichen.

Wie kommen diese seltenen Leuchterscheinungen zu diesem Namen, wann wurden sie entdeckt und wie entstehen diese? Bis 1989 wurde die Existenz von Red Sprites generell abgestritten da nur Jetpiloten vereinzelt Sichtungen bekannt gaben. Hierbei ernteten sie eher missmutige und spöttische Reaktionen :-(. Somit wurden auch viele Sichtungen verschwiegen. Ab 1989 gelang es zwar Red Sprites zu fotografieren, aber aufgrund der noch nicht fortgeschrittenen Kameratechnik waren die Resultate wissenschaftlich nicht zu gebrauchen. 1991 gelang es den Astronauten der damaligen Space Shuttle Mission dieses Phänomen erstmals aus dem Weltraum gezielt fotografisch zu erfassen, wobei diese Aufnahmen auch als erste aussagekräftigen Beweise dienten. Daraufhin wurden mittels High-Tech gespickten Forschungsflugzeugen sehr kostenintensive Versuche von der NASA und NOAA unternommen, welche diese Erscheinungen weiter aufklären und bildlich festhalten sollten. Nachdem diese Bemühungen erst monatelang keine Ergebnisse lieferten und die Forscher buchstäblich an der Nase herumgeführt wurden, nannte man diese Entladungen schon fast boshaft 'Sprites' was zu deutsch 'Kobolde' bedeutet. Im weiteren Verlauf gelangen aber dann doch überragende Aufnahmen  mittels sensibler Hochgeschwindigkeit-Kameras.

Übrigens, eine plausible Erklärung über die Entstehung von Red Sprites hat man bis heute nicht, aber dafür gibt es unzählige Theorien. Wissenschaftlicher Bericht in der Washington post. Die gängigste Version erklärt, dass sich bei heftigen Gewittern größere Spannungsfelder über der Zelle enorm aufbauen welche sich folglich durch Überladungen nach oben selbst entladen. Eine andere Theorie besagt, dass sich in der Gewitterzelle die Ladungen plötzlich umdrehen etc.. Die eigentliche Leuchterscheinung könnte durch Kollision von Elektronen in der Mesosphäre durch die dort stets vorkommenden kosmischen Gammastrahlung entstehen.


Mehr über Red Sprites bei

  (Sprite link)


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 ©2019 photos& text by Thorsten Boeckel (tb)


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