Red Sprites (Rote Kobolde) 

 ..in der Region Trento (Italia) und Innsbruck (Österreich) 

Fotografiert am 21/24-Juni-2017 in Germerswang, Fuerstenfeldbruck

Th.Boeckel 


Red Sprites über Österreich 24-Juni-2017

 Am 24.Juni fand das Lichtspektakel 150 -200 km entfernt, über der Region Innsbruck-Brenner statt.

Der Ausschnitt zeigt mehr Details der Red Sprites

Movie 5MB

 Sony a6300, 4K Video, Sigma 20mm, f1.4, ASA 3200, Exp. 1/6sec

Wetter Situation am 24.06.2017 um 00:15

Bildquelle Sat24, Mit freundlicher Genehmigung von Sat 24


Red Sprites über Trento/Italia 21-Juni-2017

Schwere Gewitter wurden am 21.Juni von Sat24 über der ca. 260 km entfernten Region Trento in Italien registriert.

     

Das gleiche Event im Komposit. Im Vordergrund die Stadt Fuerstenfeldbruck.

Movie 190MB

 Sony a6300, 4K Video, Sigma 35, f1.4, ASA 3200, Exp. 1/6sec


Über Red Sprites (Rote Kobolde)

Die Erscheinung eines Red Sprites dauert weniger als 2/100 Sekunden, kann aber allerdings sehr hell sein und mit bloßem Auge gesichtet werden. Die Helligkeit bleibt jedoch um ein Vielfaches unter einer Blitzentladung. Zu deutsch 'Rote Kobolde' erscheinen durchschnittlich in einer Höhe von 60-80 km in der Mesosphäre. Auch Sichtungen bis zu einer Höhe von 90 km zum Rande der Ionosphäre sind möglich. Die Höhe des Sprites kann von 10 km bis zu 20 km variieren. Die Breite der Entladungen kann bis zu 40 km erreichen.

Wie kommen diese seltenen Leuchterscheinungen zu diesem Namen, wann wurden sie entdeckt und wie entstehen diese? Bis 1989 wurde die Existenz von Red Sprites generell abgestritten da nur Jetpiloten vereinzelt Sichtungen bekannt gaben. Hierbei ernteten sie eher missmutige und spöttische Reaktionen :-(. Somit wurden auch viele Sichtungen verschwiegen. Ab 1989 gelang es zwar Red Sprites zu fotografieren, aber aufgrund der noch nicht fortgeschrittenen Kameratechnik waren die Resultate wissenschaftlich nicht zu gebrauchen. 1991 gelang es den Astronauten der damaligen Space Shuttle Mission dieses Phänomen erstmals aus dem Weltraum gezielt fotografisch zu erfassen, wobei diese Aufnahmen auch als erste aussagekräftigen Beweise dienten. Daraufhin wurden mittels High-Tech gespickten Forschungsflugzeugen sehr kostenintensive Versuche von der NASA und NOAA unternommen, welche diese Erscheinungen weiter aufklären und bildlich festhalten sollten. Nachdem diese Bemühungen erst monatelang keine Ergebnisse lieferten und die Forscher buchstäblich an der Nase herumgeführt wurden, nannte man diese Entladungen schon fast boshaft 'Sprites' was zu deutsch 'Kobolde' bedeutet. Im weiteren Verlauf gelangen aber dann doch überragende Aufnahmen  mittels sensibler Hochgeschwindigkeit-Kameras.

Übrigens, eine plausible Erklärung über die Entstehung von Red Sprites hat man bis heute nicht, aber dafür gibt es unzählige Theorien. Wissenschaftlicher Bericht in der Washington post. Die gängigste Version erklärt, dass sich bei heftigen Gewittern größere Spannungsfelder über der Zelle enorm aufbauen welche sich folglich durch Überladungen nach oben selbst entladen. Eine andere Theorie besagt, dass sich in der Gewitterzelle die Ladungen plötzlich umdrehen etc.. Die eigentliche Leuchterscheinung könnte durch Kollision von Elektronen in der Mesosphäre durch die dort stets vorkommenden kosmischen Gammastrahlung entstehen.


Mehr über Red Sprites bei

  (Sprite link)


Red Sprites 2107 by Th BoeckelRed Sprites 2107 by Th Boeckel

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