Die Photos 1 und 2 zeigen die deutliche Veränderung des
Gipfelgeländes. Es ist aus dieser Position zu erkennen, das dort oben ein
mächtiger Krater entstanden ist. Photos von Oliver und
Karlheinz Gerstenberger, Arno Fischer
Als wir gerade auf Quote 400 m waren (Hubschrauberlandeplatz und Live-
Camera), wurden wir von unten lautstark gerufen. Es kamen ein Polizist (in
Zivil, aber mit Ausweis), ein Bergführer und eine weitere Person. Sie
erklärten uns, dass wir schon zu weit wären (erlaubt ist die Quote 290m).
Nach langen Diskussionen sagten sie uns, dass wir auf der Quote 400 bleiben
könnten, wenn wir weder noch weiter hoch steigen würden noch übernachten
würden. Sie stiegen dann bei Beginn der Dämmerung ab. Ich vermute, dass sie
nicht systematisch kontrolliert haben, sondern die Anlagen gewartet haben
(Live- Camera, diverse seismische Geräte). Zu zweit wechselten wir dann noch
den Standpunkt. Von dieser neuen Position aus konnte man schon recht gut in den Krater
hineinschauen, da wir auf etwa gleicher Höhe waren. Leider war eher der
hintere Krater aktiv und der vordere (Nordwest- oder Nordost-Krater
glaube ich) qualmte so, dass er den hinteren verdeckte.
Durch die Eruption vom 5. April 2003 hat die neue Kraterkante
(ehemaliger Krater 1) einen sichtbar größeren Radius erhalten. Photos
von Arno Fischer, Oliver
und
Karlheinz Gerstenberger.
In der Nacht hatte es etwas geregnet und es war am nächsten Morgen stark
bewölkt. Ein Fischer erklärte, dass der beginnende
Nordwind die Wolken wegtreiben würde. Der Wetterbericht hatte auch für
diesen Tag Nordwind, Wetterumschlag und Kaltluft gemeldet. Am Nachmittag
sind wir wieder aufgestiegen und tatsächlich drehte der Wind beim
Aufstieg auf Nord. Dies war unser Glück, denn dadurch wurden die ganzen
Rauchwolken nach Süden, also von uns weggeweht und der Gipfel war frei.
Und dieses Mal war auch der erste Krater voll aktiv. Teilweise in
Minutenabstand.