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Polarlichter und Geminiden 15.Dezember 2006, 4:00 - 4:30 UTC |
Geminidenmeteor bei angehendem Nordlicht (auch Bild 2 unten)
Die Bewegung der Lila Beamer ist zu erkennen.
Normale Lichtverhältnisse ( Bild 6)
Die Bildfolge entstand innerhalb von 5 Minuten um 4:00 UTC; Bel.: 24mm, ASA 800, je 45 sec, Canon 20D
Germerswang / Maisach
Vorausgegangene Aktivität auf der Sonne und Kp-Wert Auswirkung
Grundlegendes zu Sichtungen von Polar- oder Nordlichtern (Aurora Borealis) in mittleren Breiten
KP Index*: Grob beschrieben können ab KP 5-6 (G1/2 Sturm) in Norddeutschland bereits visuell Polarlichter beobachtet werden. Bei einem KP Wert von 7-8 (G3/4 Sturm) oder darüber auch in Süddeutschand (Alpen bis Südeuropa). Unter anderem sind Dichte und Geschwindigkeit der Flares oder CME's (erdgerichtete Plasma- / Massenausstöße auf der Sonne) sowie Corona Holes " sog. Löcher" in dem Magnetfeld der Sonne wobei ungehindert Masse entweichen kann, relevante Parameter. Die Folge sind Sonnenstürme wobei Stärke und die Ausrichtung zur Erde für eine erfolgreiche visuelle Sichtung von Polarlichtern entscheidend ist. Allerdings ist der Bz-Wert welcher die Nord-Süd Ausrichtung des Erdmagnetfelds beschreibt (PL im Mai 2024, Bz ca -50nT, je niedriger desto effektiver) ausserordentlich wichtig. Ist dieser zu schwach können die mitgereisten Protonen eines Sonnensturms nicht tief genug in das Erdmagnetfeld eindringen. Ausgelöst wird das Leuchtphänomen übrigens durch 'animierte' Sauerstoff- und Stickstoffatome. Sauerstoff erscheint bis ca. 100 km in grünlichen und ab ca. 100–200 km in rötlich bis orangen Farbtönen. Stickstoffatome zeigen bis ca. 300 km Höhe eher selten violette oder blaue Farben.
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©photos & text by Th. Böckel (TB),
last modification 14.12.2006 / 06.09.2024
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